Was ist autogenes Training?

Allgemein gesprochen handelt es sich beim autogenen Training um ein Entspannungsverfahren, also ein Verfahren das zur Verminderung von Stress eingesetzt werden kann, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Das Wort „autogenes Training“ lässt sich mithilfe der griechischen Sprache erklären und bedeutet ein Training, dessen Effekt man selbst (auto) erzeugt.
Somit ist es wunderbar dazu geeignet, aktiv etwas gegen die eigene Angespanntheit und Unruhe zu unternehmen, im Prinzip kann es jeder erlernen und mit etwas konsequenter Übung werden die positiven Effekte immer größer.

Der Urvater des autogenen Trainings heißt Johannes Heinrich Schultz, der 1884 in Göttingen geborene Psychiater und Psychotherapeut entwickelte das autogene Training aus dem Verfahren der Hypnose. 1932, also immerhin vor 78 Jahren veröffentliche Schultz sein Buch „Das Autogene Training“, mittlerweile ist es sehr weit verbreitet und durchaus als Maßnahme der Psychotherapie anerkannt, aber auch für den „Eigenbedarf“ entdecken immer mehr Leute die Vorteile des AT.

Ganz grob umrissen, später wird noch genauer darauf eingegangen, führt man das autogene Training so durch, dass man sich ein wenig Zeit nimmt, eine entspannte Körperhaltung einnimmt und ein recht fest vorgegebenes Programm an „Formeln“ in Gedanken vorspricht, wiederholt und dabei genau auf die eigenen, inneren Vorgänge im Körper achtet. Die Gefühle Schwere und Wärme, aber auch angenehme Kühle, spielen hier eine große Rolle, wenngleich die Erfahrungen mit dem autogenen Training von Mensch zu Mensch variieren können.