Phantasiereisen

Phantasiereisen können als Entspannungstechnik benutzt werden, um die Aufmerksamkeit von belastenden Ereignissen abzulenken und den Fokus auf schöne Erinnerungen oder Vorstellungen zu richten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es die vorgestellten Erlebnisse, Orte wirklich gibt – die eigene Phantasie kann auch völlig neue, unbekannte Dinge schaffen, welche man genießen kann. Jedoch empfiehlt es sich für „Anfänger“, mit fest verankerten, positiven Erinnerungen zu beginnen. Dies erleichtert den Einstieg und erhöht die Erfolgschance, sich wahrhaftig und bildhaft an einen schönen Ort / in einen schönen Moment hinein zu denken.

Es muss aber nicht nur bei der bloßen Vorstellung eines Ortes bleiben; die Phantasiereise kann ebenso detailreich und „realistisch“ werden. Wie schmecken z.B. die ersten selbst gepflückten Äpfel, die man im eigenen Garten geerntet hat? Was für ein Duft lag unter diesem Apfelbaum in der Luft? Wie sah der Himmel aus und wie fühlte sich das Gras an den Füßen an? All das sind scheinbar kleine, aber im Gesamtpaket groß wirkende Dinge, welche der Phantasiereise ihren entspannenden Charakter verleihen.
Je detailreicher und „greifbarer“ das Ziel der Phantasiereise imaginiert wird, desto eher gelingt es mit Hilfe der Phantasiereise vom Alltagsstress zu entfliehen und sich völlig auf die positiven Vorstellungen und Gedanken zu konzentrieren.

Thematisch ist dieser Entspannungstechnik, wie der Phantasie selbst, keine Grenze gesetzt. Eine besonders schöne Urlaubserinnerung, eine Unterwasserwelt, ein verzaubertes Schloss auf einem Berg oder aber auch ein „alltäglicher“ (aber schöner) Herbstspaziergang – lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.