Die Haltung beim autogenen Training

Was das autogene Training so beliebt macht ist mitunter auch die Tatsache, dass man es in vielen Haltungen ausführen kann. Je nach Gusto ist es im Liegen aber auch im Sitzen möglich; hat man es schon eine Weile praktiziert und geübt, so kann man es auch ohne Probleme während eines Flugs, einer Busfahrt oder in einer 15-Minuten-Pause ausführen, um danach entspannt und frisch gestärkt neue Dinge verrichten zu können.

Eine mögliche Haltung ist die sogenannte Droschkenkutscherhaltung wie sie im folgenden Bild dargestellt wird


(Bildquelle: Wikipedia)

Früher mussten die Kutscher auf Abruf bereit sein und auf der Kutsche sitzen und auf ihren Dienstherren warten. Diese Körperhaltung erwies sich dabei als eine, in der man es sehr lange aushalten konnte und die obendrein noch bequem war. Es war den Kutschern in ihrer nach ihnen benannten Haltung möglich, eingemummt auch bei kaltem Wetter auszuharren. Bei der DK-Haltung ist der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt, die Arme fallen entspannt zur Mitte hin und können sich etwas an den Oberschenkeln abstützen.

Neben dieser speziellen Haltung kann man das autogene Training aber auch im Liegen durchführen. Es ist nur darauf zu achten, dass Arme und Beine nicht verschränkt werden und getrennt voneinander wahrgenommen werden können, damit man das Schwere- und Wärmegefühl für jeden Arm und jedes Bein einzeln suggerieren kann. Ferner ist es möglich das AT am Schreibtisch durchzuführen – im Prinzip eine noch mehr abgestützte Variante der DK-Haltung, oder auch in einem Stuhl mit (Arm)-Lehne.

Vorrangig sollte es darum gehen, eine für sich angenehme Position zu finden. Wer zum Beispiel aufgrund von Rückenschmerzen Probleme mit der liegenden Haltung hat, sollte nicht auf Biegen und Brechen versuchen, das autogene Training im Liegen durchzuführen. Wohlbefinden und Entspannung sollten an erster Stelle stehen, somit sollte man sämtliche Unannehmlichkeiten wie eine unbequeme Position vermeiden. (Auch laute Geräusche sollte in der Anfangsphase eher vermeiden, jedoch ist es ohne Probleme mit viel Fleiß möglich das autogene Training unter „erschwerten Bedingungen“ durchzuführen. Ein kluger Doktor meinte einmal zu mir, dass man sich auch zur Hauptverkehrszeit in München an eine Kreuzung setzen können sollte, um dort zu entspannen – ist man erst einmal dort angelangt, kann man wahrlich stolz auf sich und seine erlernte Leistung sein!)