Phantasiereise: Wintertag

Phantasiereise: Wintertag

Ich möchte dich dazu einladen, eine Phantasiereise mit mir zu unternehmen. Bevor wir mit der Reise beginnen kannst du es dir so bequem machen wie du möchtest. Setze oder lege dich so hin, dass es für dich angenehm ist. Wenn du möchtest, schließe deine Augen. Für einige Momente achtest du besonders auf deine Atmung. Wie sich deine Bauchdecke mit dem Einatmen leicht anhebt und mit dem Ausatmen wieder absenkt. Ganz ohne dein Zutun geschieht dies. Ein und aus. Deine Atmung ist ganz ruhig und gleichmäßig.

Stell dir vor, dass es ein wunderschöner Wintertag ist. Du stehst auf einer großen, schneebedeckten Wiese. Weißer Schnee, wohin dein Auge reicht. Der Schnee funkelt im Sonnenlicht, ohne dich zu blenden. Die Luft ist erfrischend, die Sonne wärmt dein Gesicht auf eine sanfte und angenehme Weise.

Du schaust dich nun ein wenig um. Du entdeckst viele spielende Kinder, die allesamt viel Spaß im Schnee haben. Einige von ihnen bauen emsig Schneemänner, so groß wie sie selbst und mit lustigen Mützen und Schals verkleidet. Was für eine Mütze würde dein Schneemann tragen? Stell ihn dir ruhig vor. Andere Kinder rutschen mit ihren Schlitten einen kleinen Hügel hinunter, welcher sich am Rand der von Schnee bedeckten Wiese befindet.

Ist das nicht schön? Viele bunte Pudelmützen und Winterjacken auf der großen, weißen Wiese – dazu viele freudige Rufe und über beide Ohren strahlende Gesichter. Manche der Kinder fragen dich, ob du mit ihnen den Hang hinunter fahren magst, andere Kinder helfen dir dabei einen Schneemann – so groß wie du – zu bauen. Ja, sogar farblich passende Mützen und Schals schenken sie deinem Schneemann, der nun genau so gut angezogen ist wie du es bist.

Durch deine Handschuhe spürst du die sanfte Kälte vom Schnee. Der Pulverschnee ist weich, aber er lässt sich ganz einfach zusammendrücken und zu Kugeln formen. Wirf ihn doch einmal in Pulverform nach oben und mache dein eigenes Schneegestöber! Merkst du, wie einzelne Schneeflocken auf deinen Wangen liegen bleiben und wie sie dort nach und nach schmelzen? Eine angenehm frische Abkühlung und ein großer Spaß, findest du nicht auch?

Versuche doch jetzt einmal, einige Schneeflocken mit deiner Zunge zu fangen. Wenn du magst, kannst du dir vorstellen, dass diese Schneeflocken nach deinem Lieblingseis schmecken. Was für einen Geschmack schmeckst du? Schokoladig, nach Erdbeere, Banane, Walnuss, Vanille oder etwas ganz anderes? Jede Schneeflocke schmeckt anders wenn du möchtest.
Du kannst diesen Wintertag in deiner Phantasie noch eine Weile genießen – vielleicht hast du ja Lust, einen weiteren Schneemann mit den anderen Kindern zu bauen? Oder du fährst eine Runde Schlittschuh auf einem zugefrorenen See, wo schon andere Kinder vergnügt ihre Kreise ziehen.

Obwohl es hier kalt ist, ist dir nach der ganzen spaßigen Betätigung angenehm warm – deine Hände sind strömend warm, deine Ohren, dein ganzes Gesicht – dein ganzer Körper ist angenehm und strömend warm.

Nun bereitest du dich langsam darauf vor, diesen kleinen Ausflug zu beenden – von einigen Kindern verabschiedest du dich, sie sagen dir, dass du jederzeit wiederkommen kannst und dass es sehr viel Spaß gemacht hat, mit dir zu spielen.

Du öffnest nun ganz langsam deine Augen. Du atmest einige Male tief ein und aus. Strecke dich ein wenig und bewege langsam deine Arme und Beine, so als wenn du morgens aufstehen würdest. Du findest dich langsam wieder in diesem Raum ein.

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Phantasiereise: Herbst

Phantasiereise: Herbst
Stell dir vor, dass du einen schönen Spaziergang im Herbst machst. Das Wetter ist genau richtig. Ein angenehmer Windhauch weht durch die Bäume, die langsam ihre bunt gefärbten Blätter verlieren. Am Boden liegen große Berge dieser bunten Blätter. Wenn du durch die Laubberge gehst, dann raschelt es. Kannst du es hören?

Es ist ein richtig schöner Herbsttag. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm und ab und an weht ein leicht kühlender Wind um deine Nase. Du schaust dich um. Die Natur hat allerlei schöne Farben hervorgebracht. Sie wirken entspannend, aber auch sehr inspirierend. Die Erdtöne vermitteln dir ein Gefühl von Beständigkeit, dieser Boden war schon immer hier und wird noch eine lange Zeit hier sein, ebenso die sehr alten Bäume, die Jahr für Jahr ihr Blätterkleid austauschen und dich immer wieder aufs Neue erfreuen. Ist das nicht beruhigend? Der Herbst kommt und der Herbst geht, ohne Eile und ohne Hektik. Es ist der natürliche Lauf der Dinge.

Sieh nur, all die bunten Farben! Du siehst gelbe Blätter, weinrote Blätter und gesprenkelte Blätter, all diese Farben, Formen und Muster geben dir ganz viele tolle Ideen zum Basteln – du könntest sie trocknen und auf Pappe aufkleben. Du könntest mit Wasserfarben einen Waldweg mit ganz viel echtem Laub drumherum malen. Ein echt natürliches Bild mit Blättern, die dich noch lange an diesen schönen Herbst erinnern werden.

Du atmest tief ein. Die Luft tut dir richtig gut, es riecht nach feuchter, frischer Erde. Dieser typische, aber sehr angenehme und erfrischende Duft steigt dir immer wieder in die Nase.. und du riechst ihn sehr gerne. Der Herbst ist eine schöne Jahreszeit, findest du nicht auch? Eine Jahreszeit für alle deine Sinne. Deine Augen erblicken immer irgendetwas, woran du dich erfreuen kannst. Manche Blätter haben sehr interessante Muster, Verfärbungen und Formen. Deine Ohren nehmen das sanfte Rascheln unter deinen Füßen, aber auch zwischen den Baumwipfeln wahr. Das Rauschen ist angenehm und gleichmäßig.

Es erinnert dich an das Rauschen des Meeres, das ebenfalls eine sehr beruhigende Wirkung hat, wenn man sich darauf einlässt.

Auch dein Tastsinn bekommt viel im Herbst geboten. Du fühlst die Rinde der Bäume, du lässt eine Kastanie in deinen Händen kreisen. Wenn du noch eine Kastanie dazu nimmst, hättest du natürliche Qigongkugeln – möchtest du vielleicht eine Handvoll Kastanien mit nach Hause nehmen? Mit ihnen könntest du auch lustige Tiere und Figuren basteln, wenn du einige Zahnstocher zur Hilfe nimmst.

Du bleibt so lange wie du magst in der schönen Natur, die dir ein tolles Zusammenspiel von Sinneseindrücken bietet. Farben, Geräusche und Gerüche werden dir noch eine lange Zeit im Gedächtnis bleiben und immer, wenn du daran denkst, freust du dich auf deinen nächsten Ausflug/Spaziergang/Tag in den goldenen Herbst.

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Autogenes Training: Übung

Ich bin völlig ruhig und entspannt.
Geräusche sind völlig gleichgültig.
Der rechte Arm ist schwer. Der linke Arm ist schwer. Beide Arme sind Schwer wie Blei.
Das rechte Bein ist schwer. Das linke Bein ist schwer. Beide Beine sind sehr schwer.
Alle Glieder sind ganz schwer wie Blei.

Ich bin völlig ruhig und entspannt.
Der rechte Arm ist warm. Der linke Arm ist warm. Beide Arme sind angenehm warm.
Auch die Beine sind strömend warm.
Alle Glieder sind angenehm strömend warm.

Das Herz schlägt ganz ruhig, kräftig und regelmäßig.
Die Atmung ist ganz ruhig und gleichmäßig. Es atmet mich.

Der Leib ist strömend warm.
Die Stirn ist angenehm frisch und kühl.
Unterkiefer und Zunge sind ganz schwer.

Ich werde ruhig bleiben.

Ich nehme den Zustand jetzt zurück. Arme und Beine werden fest angespannt, tief Luft holen, die Augen werden öffnen.

Siehe auch: Autogenes Training: eine von vielen möglichen Übungen

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